Resümee der Bürgerversammlung

Veröffentlicht am 19.04.2010 in Allgemein

vom 14.04.2010, von Gertrud Labusch.

Hier ein Resümee der Bürgerversammlung in der Gethsemane-Kirche in Bochum-Hamme zum Thema „Wiedereröffnung der Deponie Marbach“ durch Thyssen-Krupp-Nirosta (TKN):

Eingeladen wurde durch die Bezirksvertretung unter Federführung von Bezirksbürgermeister Heldt, der auch die Moderation übernahm. Dazu gebeten waren Baudezernent Dr. Kratzsch (Stadt Bochum), Herr Gimpel (Umweltbehörde Hagen) und Frau Dr. Schulz-Klemp (TKN). Frau Dr. Schulz-Klemp wurde von zwei weiteren TKN-Kollegen begleitet, die nicht in Erscheinung traten.

Nach ausführlichen Statements der Podiumsteilnehmer bekamen die anwesenden Hammer BürgerInnen Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. Der Fragenkatalog sei hier kurz umrissen:

– Alternative Standorte, bzw. Entsorger

– Die Belastungen durch den zusätzlichen Schwerlastverkehr

– möglicher Eintrag giftiger oder schädlicher Substanzen in Luft und Grundwasser

– die Größe der neuen Deponie und der Nutzungszeitraum (bis zu 40 Jahre)

– Aussehen und Wirkung eines so riesig projektierten Deponieberges auf den Stadtteil und sein Image

– warum die immer noch vorhandene Altdeponie mit ungesichertem Deponat über viele Jahre so verbleiben konnte, ohne das TKN, die Stadt Bochum oder die Umweltbehörde sich genötigt sahen einzuschreiten

– warum überhaupt ein Planfeststellungsverfahren gewählt wurde, dessen Ergebnis für „alle Ewigkeit“ bestehen bliebe, statt eines Bebauungsplans

Dies nur ein Spektrum, auf das die anwesenden BürgerInnen Antworten und Klärung von den Podiumsgästen erwarteten.

Nun zu den Reaktionen der Befragten: Mein persönliches kurzes Fazit lautet: Es wurde entweder beschönigend, ausweichend oder gar nicht geantwortet. Ich möchte sogar noch weiter gehen, es wurde auch gezielt verschwiegen und mantraartig von Seiten TKNs und Herrn Dr. Kratzsch wiederholt, dass es keine nennenswerte Belästigung von der Deponie gäbe:

Keinen Staub, keinerlei Gifte, keine Belästigung...

Aber auch dies kann nicht verwundern, es ist das tägliche Brot von TKN-Mitarbeitern wie Frau Dr. Schulz-Klemp. In einigen Firmen heißt das dann „Beschwerdemanagement“, umgangssprachlich bezeichnet man das dann eher als „Vernebelungsabteilung“.

Auf eines können sich alle verlassen: Auch wenn wir aus Hamme kommen, wir können tatsächlich denken und uns ein Urteil bilden, und wir geben nicht auf!

Gertrud Labusch

 

SPD Ortsverein Bochum Hamme

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