„Nirosta-Angebot ist ein Affront"

Veröffentlicht am 10.06.2010 in Allgemein

WAZ, 10. Juni 2010

Als einen „Affront" gegen die Bürger bezeichnet die Hammer Runde das Angebot von Thyssen-Krupp zum Betrieb seiner Deponie. Sprecher Martin Oldengott sagte: „Mit dieser Haltung hat Thyssen-Krupp nicht nur das Gesprächsangebot der Bürgerschaft abgewiesen, sondern auch die Politik brüskiert."

Nun wollen die Deponie-Gegner ihren Widerstand sogar noch intensivieren. Die WAZ erfuhr, dass bereits Vorbereitungen laufen, das Vorhaben des Edelstahlherstellers über eine Klage noch zu stoppen. Wenn am heutigen Donnerstag um 15 Uhr der Umweltausschuss im Rathaus zusammen tritt, wollen zahlreiche Bürger an den Beratungen teilnehmen, um sich das Abstimmungsverhalten ihrer Lokalpolitiker anzuschauen.
Schon festgelegt hat sich vorab die CDU. Sie stimmt einer Wiederinbetriebnahme der Deponie zu. Jedoch müsste alles getan werden, um die Interessen der Anwohner zu schützen. In der Stellungnahme der Fraktion heißt es aber auch: „In einer Stadt wie Bochum, die den Verlust von Nokia noch nicht ganz verdaut hat und aktuell erneut um den Opel-Standort fürchten muss, wiegen wirtschaftliche Gesichtspunkte schwer."

Unterdessen haben sich die Gewerbebetriebe an der Porschestraße erstmals direkt geäußert und an die Oberbürgermeisterin geschrieben. Mit hohem Aufwand sei das Gelände erschlossen worden. Jetzt sehen die Betriebe die positive wirtschaftliche Entwicklung dort durch die Deponie massiv bedroht. mike

 

SPD Ortsverein Bochum Hamme

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