WAZ, vom 5. Februar 2011

Veröffentlicht am 10.02.2011 in Allgemein

Widerstand gegen Deponie hält an

Erneut direkten Kontakt zu Beitz gesucht

Mit einer Reihe von Aktionen setzt die „Hammer Runde", aus deren Kreis sich der Protest gegen die Wiedereröffnung und Erweiterung der Schlackendeponie Marbach formiert hatte, ihren Widerstand fort. Das Thyssen-Krupp-Nirosta-Edelstahlwerk möchte dort Schlacken aus der Stahlherstellung lagern.

Erneut wendet sich Martin Oldengott als Sprecher der Stadtteilkonferenz in einem Schreiben direkt an Prof. Berthold Beitz, der als Vorsitzender des Kuratoriums der Krupp-Stiftung großen Einfluss auf das Industrieunternehmen hat. „Unabhängig vom Ausgang des jetzt laufenden Planfeststellungsverfahrens, das 2011 in die entscheidende Genehmigungsphase treten wird, kündigen wir, die in der 'Hammer Runde' vertretenen Parteien SPD und CDU, die Händler und Gewerbetreibenden des Stadtteils (...) unseren erbitterten Widerstand an", heißt es etwa in dem Brief. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ähnliches Schreiben offenbar Wirkung gezeigt, da es erst danach zu direkten Gesprächen zwischen Vorstand und Gegnern gekommen war.

Gleichzeitig sucht die Hammer Runde nun Menschen, die Angaben über mögliche unterirdische Bunker oder Stollenanlagen machen können. Außerdem soll es auf dem Gelände der Deponie zusätzliche Altlasten geben, die bisher noch nicht bekanntgeworden seien. Die Informationen darüber habe man bereits dem Umweltamt in Hagen mitgeteilt, das derzeit einen Erörte-rungsgermin vorbereitet. „Die Aspekte der öffentlichen Sicherheit und Nachsorge dieses ehemaligen Altlastenstandortes sind wichtige Aspekte bei der Genehmigungsfähigkeit der geplanten Deponie", meint jedenfalls Martin Oldengott. mike

 

SPD Ortsverein Bochum Hamme

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