WAZ 3. Juli 2012

Veröffentlicht am 03.07.2012 in Allgemein

Widerstand an der Recke-Schule formiert sich

Hinweise auf einen Fall von ..Enkelwirtschaft“ verdichten sich. SPD in Hamme mobilisiert

Von Michael Weeke

Die Reaktion ließ auf sich warten, doch jetzt kommt es knüppeldick.
Dass die Tage der Von-der-Recke-Grundschule in Hamme gezählt sein
sollen, kam für viele völlig überraschend. „Ich konnte das kaum glauben“,
sagt die Antje Kassem, sechsfache Mutter und Vorsitzende der
Schulpflegschaft.

Kaum zu glauben sind die Hintergründe, die diese Entscheidung wohl mit herbeiführten. Eigentlich schien das Schicksal der wenige Kilometer entfernt liegenden Grundschule Hordel in der Kappeskolonie besiegelt. Was nun den Meinungsumschwung mit herbeiführte, blieb wochenlang rätselhaft. Nur soviel ist sicher: Denkbar knapp, mit sechs zu fünf Stimmen, fiel hinter verschlossenen Türen in der vorbereitenden Arbeitsgruppe zum Schulentwicklungsplan die Entscheidung gegen die Von-der-Recke-Schule. Zünglein an der Waage soll dabei die Stimme der Grünen gewesen sein, die bislang immer eng an der Seite der durch hervorragende Leistungen beim Unterricht für Kinder
mit Förderbedarf (Inklusion) bekannt gewordenen Von-der-Recke-
Grundschule gestanden hatten. Nach Informationen der WAZ
wog ein anderes Argument schwerer: Die Enkel zweier bekannter Bochumer Lokalpolitiker sollen auf die Hordeler Grundschule gehen. Das
ist in Hamme so nicht der Fall. Zudem kam es zu einem Zerwürfnis in
der Ifak, die bislang in Hamme für die Übermittagsbetreuung (OGS)
zuständig war. Wie zu erfahren war, soll da die Stimmung gekippt sein.
Ein gefundenes Fressen für die SPD-Hamme, die schon häufig
kämpfte, wo es wehtut: ,Wir werden mit Eltern, Kirchengemeinde, Sportvereinen und Verbänden unseren Widerstand gegen die beabsichtigte
Schulschließung organisieren“, so Norbert Kriech, stellv. Vorsitzender.

 

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