Bochum 28.11.2011
von Norbert Kriech
Über Wachstum zu reden bedeutet erst einmal das man wissen muss worüber man redet.
Dass es kein grenzenloses Wachstum gibt darüber sind wir uns wohl alle einig, wen man von Wirtschaftswachstum spricht, stellt sich die Frage wer profitiert am meisten davon und wo sind die Grenzen? Ein ständiges mehr nur um Gewinne zu erhöhen und Reichtum an zu häufen kommt nur sehr wenigen zu gute. Außerdem muss es ja auch Menschen geben die das produzierte verbrauchen und auch bezahlen können. Alleine hieran sieht man das bei immer mehr produzierten Produkten es unmöglich ist immer mehr zu verbrauchen da gleichzeitig die Bevölkerungen immer ärmer werden, sie können sich die produzierten Waren auf Grund von niedrigen Löhnen und Gehältern, zu Gunsten von Gewinnen für wenige, jedoch nicht mehr leisten.
Das heißt natürlich nicht, dass wir ohne Wachstum und Fortschritt leben können, sondern Wachstum und Fortschritt sich am Wohl der Menschen orientieren müssen.
Wenn man die Politik der letzten Jahrzehnte beobachtet hat, kann man von vielen Dingen und Entscheidungen nur schockiert und enttäuscht sein.
Mir ist vollkommen bewusst das auch Politiker und Regierungen wirtschaftlichen Zwängen unterliegen. Es darf aber nicht sein, dass der Politik Entscheidungen von Lobbyisten der Finanzwirtschaft und Großkonzernen aufgezwungen werden. Denn diese vertreten nur ihre egoistischen Interessen und die Interessen der Menschen, denen es nur um die Vermehrung ihrer riesigen Milliarden Vermögen und die Ausweitung ihrer Macht geht.
Ziel muss es sein, eine Politik zu betreiben die eine wirtschaftliche Ordnung zu schafft, die dem Wohl aller Menschen dient. Hierbei darf es nicht darum gehen, dass die heute bestehenden politischen und wirtschaftlichen Systeme sich gegen seitig bekämpfen oder vernichten. Sondern es muss gemeinsam versucht werden, einen Weg zu finden, der auf der Grundlage von Menschlichkeit, sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Toleranz eine Gesellschaftsordnung schafft, die dem Wohl aller dient.
Hier geht es nicht um „Gleichmacherei“ aber jeder Mensch hat das Recht auf Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf und ein menschenwürdiges Leben.
Nur wenn die Menschheit sich darüber im Klaren ist hat sie eine Change zu überleben.
Das Wohl der Allgemeinheit steht über dem Wohl des Einzelnen,
doch die Allgemeinheit ist verantwortlich für das Wohl des Einzelnen.
Im Jahre 1973 erhielt ein internationaler Sachbuch-Bestseller den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Dieser Bestseller gab 1973 der Umweltdiskussion eine neue Dimension. Zum ersten Mal wurden (für das Jahr 1973 neuartige) Techniken der wissenschaftlichen Systemanalyse und Computersimulation verwendet, um präzise Prognosen über die Langzeitentwicklung der weltweiten Probleme wie der Industrialisierung, der Bevölkerungszunahme, Unterernährung, Rohstoffverknappung und Umweltzerstörung abgegeben.
Das Fazit der Autoren:
Unser Bevölkerungs- und Produktionswachstum ist ein Wachstum zum Tode.
So Steht es auf der der Rückseite des Buches:
Die Grenzen des Wachstums
Bericht des Club of Rome
Wenn man sich mit diesem Buch beschäftigt, stellt man sehr schnell fest, dass viele Prognosen bereits eingetroffen sind, bzw. überschritten wurden.
Allerdings wurden die politischen Entwicklungen nicht berücksichtigt, wenn man diese jedoch mit einbezieht, ist es sehr wahrscheinlich das wir uns in einer Situation befinden die mehr als erschreckend ist.
Wir wissen heute alle, dass für die Weltweit agierende Banken, Finanzmärkte, Großkonzerne und die verhältnismäßig geringe Anzahl der „Superreichen“ für solche Entwicklungen verantwortlich sind, da diese die Märkte steuern und beherrschen.
Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln und Rohstoffen weltweit, verschärfen die Situation zusätzlich und sorgen dafür dass Millionen Menschen hungern müssen.
Aber gerade auch die Politik trägt hier eine große Verantwortung, der sie aber nicht mehr gerecht wird. Wir sind in einer Situation in der Politiker und Regierungen nur noch Feuerwehr spielen, um einen weltweiten Großbrand zu verhindern. Das wird auf Dauer nicht gut gehen.
Wir müssen schnellsten wieder dahin kommen, das die Politiker und Regierungen dahin kommen, dass sie begreifen, worum es geht und das es bereits 20 nach zwölf ist.
Man stelle sich folgendes vor: Die vielen Milliarden, die verzockt worden sind, wären zum Wohle der Bevölkerungen eingesetzt worden. Es gäbe weniger Hunger auf der Welt, es wäre mehr Geld für Bildung vorhanden und es könnten Löhne bezahlt werden, von denen die Menschen leben könnten. Viel Geld wäre vorhanden für erneuerbare Energien. Mit dem Ergebnis einer besseren Umwelt und besserer Lebensbedingungen für die Menschen.
Wenn es so weitergeht wie bisher, wird es bald Kriege geben, bei denen es nicht „nur“ um Macht und Öl geht. Es wird Kriege um Wasser, anderen Rohstoffen und Lebensmittel geben.
Es wird Völkerwanderungen geben, weil in vielen Regionen der Erde kein Mensch mehr leben kann, weil sie entweder mit Umweltgiften verseucht, atomar verstrahlt oder durch den Klimawandel zu Wüsten oder öden vertrockneten Gebieten geworden sind.
Wenn es soweit kommt wird sich die Menschheit selber vernichten.
Es kann kein Trost sein, dass dann die Hauptverantwortlichen dafür eben falls sterben werden, es ist nur ein Zeichen dafür, wie Dumm diese Menschen sind!
Fortsetzung ist geplant, wäre dankbar für Kommentare.
Trotz allem viele Grüße und ein schönes Weihnachtsfest.
Norbert Kriech